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Archiv der Kategorie: Trickfilm-Oscar – Gewinner und Nominierte

MICKEY’S ORPHANS

MICKEY MOUSE
Walt Disney, 1931
Regie: Burt Gillett

Endlich kommt hier, etwas verspätet, aber immerhin, ein Weihnachtstrickfilm: Mickey’s Orphans.
Dies war der erste Mickey-Mouse-Cartoon, der für einen Oscar niminiert wurde.
Viel Spass!

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Oscar 2011: LET’S POLLUTE

USA 2010
Regie: Geefwee Boedoe

Ein bitterböser, zynischer Trickfilm, der im Stil der 50er-Jahre-Werbefilme die Umweltverschmutzung propagiert. Wurde für den diesjährigen Oscar nominiert, den er allerdings nicht erhielt.
Dem fröhlich-anpreisenden Tonfall des Erzählers werden entlarvende Bilder entgegengestellt, die zeigen, wohin das „fröhliche Verschmutzen“ letztlich führt.
Der Film ist französisch gesprochen, kann aber aufgrund der Bilder problemlos verstanden werden.

 

Oscar 1951: THE TWO MOUSEKETEERS

TOM & JERRY
MGM, 1951
Regie: William Hannah & Joe Barbera

Weil ich soeben aus Paris zurückgekehrt bin, kommt dieser in der Stadt der Liebe spielende Tom & Jerry-Cartoon thematisch gerade gelegen.
Würde er nicht in meine Serie Mit dem Oscar ausgezeichnete Animations-Kurzfilme der Jahre mit einer 1 hinten passen, käme er hier nicht zu Ehren: The Two Mouseketeers ist für mich ein Paradebeispiel für die Fehlbarkeit der Oscar-Jury – durchschnittlich, uninspiriert und mit einem fiesen Ende.

 

Oscar 1991: CREATURE COMFORTS

Aardman Studios (England), 1989
Regie: Nick Park
Dauer: 5.20 min
Meine Bewertung: * * * *
Von Blogbesuchern gewählt als Trickfilm der Woche vom 13. April bis 20. April


Ja, der altbekannte Creature Comforts. Da er mit dem Oscar dekoriert wurde, kommt er hier wiedermal zu Ehren.
Für all die Wenigen, die ihn noch nicht kennen: Regisseur Nick Park (Wallace and Gromit) liess Bewohner u.a. einer Stadtrandsiedlung und eines Altersheims zu ihrer Wohnsituation interviewen und gab die Auflage, sie sollten sich dabei in die Rolle eines Tieres versetzen. Synchron zu den Worten wurden Plastilin-Tiere animiert, die ganzen Interviews erscheinen so als Aussagen von Tieren über ihre Situation im Zoo.
Creature Comforts war in England so erfolgreich, dass weitere Episoden produziert wurden, was schliesslich in einer eigenen Fernsehserie gleichen Titels mündete.

 

MUSICAL MOMENTS FROM CHOPIN

MUSICAL MINIATURES
Oscar-Nomination 1946
Walter Lantz, 1946
Regie: Dick Lundy

Meine Bewertung: * * * *

Walter Lantz produzierte eine ganze Reihe von musikalischen CartoonsCartoons, in welchen ein oder mehrere Musikstücke „die Hauptrolle“ spielen. Es gab die „Swing Symphonies“, die den Jazz in den Mittelpunkt stellten und die „Musical Moments“, in denen die Klassik die Hauptrolle spielte.
Einen solchen „Musical Moment“ haben wir hier, genaugenommen der zweite der Serie. Er gehört zu deren besten „Momenten“ und wurde für den Oscar nominiert (die Auszeichnung wurde allerdings einem anderen Cartoon mit klassischer Musik zugesprochen, Cat Concerto mit Tom & Jerry).
Andy Panda tritt hier als Pianist auf und spielt einige Stücke von Fréderic Chopin. Auftritt Woody Woodpecker, der mit einem Eimer Klavierpolitur und einem Lappen hereinkommt. Klar, was jetzt geschieht? Falsch! Aber seht selbst.
Was mich an diesem Cartoon überzeugt, ist einerseits die hervorragende Animation – man achte auf Andys Bewegungen beim Klavierspiel – und die perfekte bildnerische Umsetzung der Musik. Das von der Leiter purzelnde Huhn, der betrunkene Raucher – man wird sich die entsprechenden Chopin-Stücke nicht mehr anhören können, ohne diese Bilder vor Augen zu haben.
Eingespielt wurden die Chopin-Stücke von dem Pianisten-Duo Theodore Saidenberg / Edward Rebner.


 

Oscar 1971: THE CRUNCH BIRD

THE CRUNCH BIRD
USA 1971
Regie: Ted Petok

Der Oscargewinner von 1971 für den „besten animierten Kurzfilm“ relativiert den Wert und die Aussagekraft des Academy Awards meines Erachtens ganz erheblich. Oder kann mir jemand den Vorzug dieses Cartoons erklären?
Falls jemand ein schlagkräftiges Argument gegen den Oscar sucht: Hier ist es!

 

Walt Disney: PIGS IS PIGS

PIGS IS PIGS
Walt Disney, 1954
Regie: Jack Kinney
Oscar-Nomination 1954

Hier kommt einer der – wie ich finde – besten und unbekanntesten Disney-Cartoons, die je gemacht wurden. Eine echte Entdeckung!
Entstanden kurz bevor Disney seine Cartoon-Produktion aufgab, konnten hier, abseits der von Donald Duck, Pluto und Co ausgetrampelten Pfade kurzzeitig nochmals kreative Kräfte für die kurze Trickfilmform freigesetzt werden.
Pigs is Pigs
ist eine brilliante Satire auf die Auswüchse der Bürokratie; anhand zweier Meerschweinchen bricht ein übereifriger Stationsvorsteher einen Streit darüber vom Zaun, ob die Abholung dieser Tiere zum Tarif für Schweine oder zum niedrigeren Tarif für Haustiere zu bezahlen sei – ein Streit, der bald die ganze Eisenbahngesellschaft ins Chaos stürzt. Und das alles zur beschwingten Melodie eines irischen Jigs!