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Archiv der Kategorie: Fleischer Studio

PIP-EYE, PUP-EYE, POOP-EYE AND PEEP-EYE

Fleischer Studio, 1942
Regie: Dave Fleischer
Dauer: 6.25 min
Meine Bewertung: * * *

Einer der letzten Popeye-Cartoons, die noch von Dave Fleischer inszeniert waren, bevor die Figur ans Famous Studio und an den Schwiegersohn von Produzent Max Fleischer, Seymour Kneitel (der hier als Animator fungierte) weitergegeben wurde.

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LITTLE DUTCH MILL

Fleischer Studio, 1934
Regie: Dave Fleischer
Dauer: 8.30 min
Meine Bewertung: * * * *

Ein wunderbarer kleiner Film – in verschiedener Hinsich! Dave Fleischer, der kreative Kopf des Fleischer-Studios („Betty Boop“, „Popeye the Sailor“) erfand schon 1934, im Entstehungsjahr dieses Cartoons, ein Verfahren, dass die Kombination von Zeichentrick und realem Hintergrund erlaubte und 3D-Effekte erzeugte. Ein dreidimensionaler Miniatur-Hintergrund wurde aus Pappe und Holz gebaut und im Stop-Motionverfahren mit den „Cels“ zusammen aufgenommen. Der Effekt erstaunt noch heute!
„The Little Dutch Mill“ erzählt zudem auf bezaubernde Weise die Geschichte eines kleinen holländischen Dörfchens, in dessen Mühle sich ein reicher alter Griesgram eingenistet hat, der von der Dorfbevölkerung zum Guten bekehrt wird.

 

SWING YOU SINNERS!

TALKARTOONS
Fleischer Studios, 1931
Regie: Dave Fleischer
Dauer: 7.56 min
Meine Bewertung: * * * *


Swing you Sinners ist ein früher Tonfilm-Cartoon, der die Möglichkeiten des damals noch neuen Mediums fast vollständig ausnutzt. Dialog fehlt zwar, dafür werden mehrere Musikstücke „illustriert“ und tricktechnisch choreografiert.
Bimbo, ein früher Charakter der Fleischer-Studios will ein Huhn klauen. Wegen dieser Sünde wird er von einer Vielzahl von Geistern heimgesucht, die ihm sein Ende prophezeihen.
Dave Fleischer und seine Animatoren schien nicht an einer Handlung gelegen gewesen zu sein – die existiert zu Beginn nur ganz rudimentär und wird schliesslich vollständig über Bord gekippt – zugunsten einer irren Spielerei mit den Möglichkeiten des Zeichentrickfilms. Die Macher liessen ihrer Phantasie freien Lauf, wobei die Musik das ihre beigetragen haben dürfte (und vielleicht ein paar Joints…?). Swing you Sinners wirkt wie ein Fieberwahn: Die Verantwortlichen experimentierten scheinbar wüst drauflos – es gibt in diesem Cartoon Sequenzen, da ist alles, inklusive Hintergrund, vollständig animiert und in Bewegung. Dann wieder kippt das Bild, purzelt wirr durcheinander. Grabsteine wachsen ins Endlose, blecken die Zähne, singen… Man muss den Film selbst gesehen haben – er ist ein kreativer Kraftakt, der den noch jungen Cartoon praktisch neu erfindet. Freunde von stringenter Erzählung werden garantiert nicht auf ihre Kosten kommen.
Eines der ersten experimentellen Werke aus dem Fleischer-Studio. Weitere sollten folgen – Hallelujah!

 

MORNING, NOON AND NIGHT

MORNING, NOON AND NIGHT
BETTY BOOP
Fleischer Studio, 1933
Regie: Dave Fleischer
Meine Bewertung: * * *

Franz von Suppés Ouvertüre zu Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien wurde in der Geschichte des Cartoons aufgrund seiner charakteristischen und dramatischen Passagen immer wieder verwendet. Hier kommt sie – unterbrochen von mehreren Jazz-Einlagen – als Untermalung eines praktisch dialoglosen frühen Cartoons mit Betty Boop zum Einsatz, in welcher die Heldin zugunsten eines Hühnerhofs, der von halbstarken Katzen terrorisiert wird, in den Hintergrund tritt
Der Cartoon präsentiert einige sehr schöne Einfälle, wirkt aber insgesamt etwas unausgegoren und dramaturgisch ziemlich holprig. Das ist bei frühen Fleischer-Cartoons oft festzustellen, doch hier könnte es auch noch damit zusammenhängen, dass die Musik vom damals populären russischen Violinisten David Rubinoff arrangiert und von dessen Orchester eingespielt wurde; Cartoon-Begleitmusik war nicht unbedingt Rubinoffs Metier, und so passt sein Arrangement von Suppés Ouverture mehr recht als schlecht mit dem Handlungsverlauf des Cartoons zusammen.
Aus tricktechnischer Sicht bemerkenswert scheint mir die Sequenz, in welcher eine „fahrende Kamera“ dem  fliehenden Küken folgt, wobei sich die Landschaft quasi-dreidimensional verändert. Ein Jahr später entwickelten die Fleischers ein Verfahren, das eine Kombination von dreidimensionalen Modellen mit Zeichentrick ermöglichte und eine noch überzeugendere 3D-Illusion erlaubte.
Wie auch immer, der Film hat seine Momente, überzeugt mich inhaltlich aber nicht wirklich.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 21. März 2011 in Fleischer Studio, Just Cartoons

 

Fleischer Brothers: HA! HA! HA!

HA! HA! HA!
BETTY BOOP
Fleischer Studios, 1934
Regie: Dave Fleischer

Ein bemerkensweter Cartoon aus dem Fleischer-Studio!
Dave Fleischer hatte ein Händchen für komplett Ausgefallenes; zudem machte er einige erstaunliche Erfindungen und Experimente auf dem Animationssektor, bevor er nach dem Misserfolg seiner Langfilme Gullivers Reisen und Hoppity Goes to Town leider praktisch von der Trickfilmbildfläche verschwand.
Ha! Ha! Ha! wartet mit einer für die damalige Zeit erstaunlich wirkungsvollen Kombination von Real- und Trickfilm auf. Der Cartoon ist ein Remake des Fleischer-Stummfilms The Cure mit Koko, dem Clown, der hier ebenfalls auftritt.

 
 

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